Die Ernährung

Damit Streifenhörnchen gesund bleiben, brauchen sie neben optimalen Haltungsbedingungen auch artgerechtes Futter.

Die Grundlagen einer artgerechten Streifenhörnchen-Ernährung sind hier zusammengefasst.

  • Grundfutter

Das Grundfutter sollte abwechslungsreich sein, um dem Tier zum einen eine möglichst breite Versorgung mit Nährstoffen zukommen zu lassen und dem Umstand Rechnung tragen, dass die Streifenhörnchen sehr wohl verschiedene Geschmäcker haben und auch öfter ihre Vorlieben wechseln.

Eine Mischung aus Hamster- und Papageienfutter ist nur bedingt zu empfehlen. Insbesondere die Anreicherung mit Chili macht Papageienfutter für Hörnchen ungeeignet. Dazu kommt, dass viele Hamsterfuttermittel voller Extrudate sind und wenig natürliche Bestandteile enthalten, weshalb Halter dieser Arten bereits ihr Futter lieber selbst zusammen mischen als auf käufliche Fertigmischungen zurückzugreifen.

Eine artgerechte Futtermischung besteht bsp.aus: 

  • Sonnenblumenkerne
  • Buchweizen
  • Mariendistel
  • Kardi
  • Dari
  • Hanfsamen
  • Kürbiskerne
  • Haferkerne
  • Melonenkerne
  • Weizen
  • Silberhirse
  • Milokorn
  • Wicken
  • Paddyreis
  • Mungobohnen
  • Pinienkerne
  • Fichtensamen
  • Kiefernsamen
  • Wacholderbeeren
  • Weißdornbeeren
  • Zucchinikerne
  • Gojibeeren
  • Gerstenflocken
  • Gelber Mais
  • Hanfsaat

Hier ist unsere Bezugsquelle die "Futterkrämerei" bestens zu empfehlen. 

https://www.futterkraemerei.com/

Frischfutter

Zusätzlich zum Grundfutter sollte dem Baumstreifenhörnchen täglich frisches Obst und Gemüse angeboten werden.

Verfütterbar sind beispielsweise:

Gemüse:

  • Salat
  • Gurken
  • Karotten
  • Rote Paprika
  • Champignons
  • Maiskolben
  • Kalebasse
  • Hokkaidokürbis

Von vielen Gemüsesorten ist allerdings abzuraten. Vor allem Kohlsorten und Salate führen zu Blähungen. Tomaten sind in nicht ausgereiftem Zustand sogar, wie die meisten Nachtschattengewächse, giftig. Dabei handelt es sich um ein Alkaloid, dem Solanin.

Obst:

  • Apfel
  • Birne
  • Banane
  • Kiwi
  • Litchi (ohne Kern)
  • Mango (ohne Kern)
  • Melonen (Wassermelone, Honigmelone)
  • Weintrauben (ohne Kerne)
  • Granatapfel
  • Feigen
  • Kaki
  • Kokosnuss
  • Nektarinen (ohne Stein)
  • Pflaumen (ohne Stein)
  • Hagebuttenbeeren
  • Ebereschenbeeren
  • Brombeeren
  • Erdbeeren
  • Himbeeren
  • Holunderbeeren
  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Kirschen (ohne Stein)
  • Mirabellen (ohne Stein)
  • Pfirsich (ohne Stein)
  • Apfelsine (nur wenig)
  • Mandarine (nur wenig)

 

Nüsse:

  • Eicheln
  • Erdnüsse
  • Bucheckern
  • Ahornsaaten
  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Pekannüsse
  • Pinienkerne
  • Eicheln
  • Maronen
  • Zirbelnüsse
  • Cashewkerne

Alle Nüsse, die das Tier selber öffnen kann, sollten mit Schale gegeben werden, damit es die ständig nachwachsenden Schneidezähne abnutzt. Unsere Haselnüsse beziehen wir grundsätzlich in Martls Haselnussshop

https://www.martls-haselnuss-shop.de/

Kräuter:

  • Löwenzahn
  • Löwenzahnwurzel
  • Heu
  • Selbst angepflanzter Gooliwog

Tierische Produkte:

  • Mehlwürmer (max. 3-4 pro Tag)
  • Heuschrecken (max. 1 pro Tier und Woche)
  • Grillen (max. 1 pro Tier und Woche)
  • Bienenmaden (max. 1 pro Tier und Woche)

Ein Garant für frische Mehlwürmer und Top-Ware ist hier die Mehlwurmfarm von Familie Tillmann.

https://www.diemehlwurmfarm.de/

Hörnchen benötigen das tierische Eiweiß. Im Allgemeinen bekommen sie über im Handel erhältliche Lebendinsekten und Larven. Am verbreitetsten ist die Fütterung von Mehlwürmern, aber es werden auch Zophobas (Schwarzkäferlarven) und Heimchen verfüttert.                   Der Panzer von Insekten enthält Chinin, das im Übermaß verfüttert, die Leber schädigt. Man muss dieses “Lebendfutter” also mit Verstand und kontrolliert verfüttern. Am besten, man nimmt die hellen, frisch gehäuteten, Larven, da ist der Chinin Gehalt niedrig.                                             Auch sind Mehlwürmer immer sehr fett. Nach dem Kauf sollten die Lebendtiere vor dem Verfüttern gesund angefüttert werden (Obst, Gemüse und Getreideflocken), um den Vitamingehalt zu erhöhen. Abgeraten wird wegen einer verbreiteten Laktoseunverträglichkeit von Milchprodukten. Daher nur Naturjoghurt laktosefrei.

Die Gesamtnahrungsaufnahme beträgt ca. 15g pro Tier am Tag, 10-15% des Eigengewichtes. Die Menge bezieht sich auf ein Tier zwischen 75-120g.

Fehlen dürfen außerdem nicht die Mineralsteine, die Sepia-Schalen und der Salzstein

Flüssigkeitsversorgung:

Die Wasser- und Futtergefäße (Napf oder Trinkflasche) sollten täglich mit warmem Wasser ausgewaschen und neu befüllt werden. Gesamtwasserbedarf: 10 bis 20ml Wasser pro Tag.

 

Äste:

Unbedenklich kann man beispielsweise folgende Äste geben:

  • Haselnussstrauch
  • Kastanie
  • Weide
  • Birke
  • Ahorn
  • Linde
  • Buche
  • Apfelbaum
  • Birnenbaum

Hirse und Maiskolben und frische Tannen-, Lärchen- und Kiefernzapfen oder sogar ein geöffneter Pinienzapfen zwingen das Hörnchen sich länger mit diesen zu beschäftigen, um an das Futter zu gelangen.

Weniger empfehlenswert sind:

  • Nadelgehölze (wegen des Harzes und der ätherischen Öle)
  • Walnuss (wegen der Gerbsäure)
  • Eiche (wegen der Gerbsäure)
  • Sämtliche Steinobstbäume (wegen des Amygdalins)
  • Akazie (giftig)
  • Eicheln selbst enthalten auch Gerbsäure, diese wird von dem Hörnchen beim Verzehr gut vertragen.

 

Besondere Nahrung:

Bei geschwächten und abgemagerten Tieren, vor allem in der Krankheits- und ERholungsphase oder während der Jungtieraufzucht, hat sich eine Mischung aus Babybrei (Getreide und Obst), gemahlenen Nüssen und einem Tropfen Honig oder etwas Traubenzucker (Dextro Energy) bewährt.

 

 

No Go !

Wie viele andere Nager reagieren die Baumstreifenhörnchen auf eine zu hohe Zufuhr von Zucker mit Diabetes. Auch wenn sie es gerne fressen, Schokolade, Nutella, gezuckerte Eier- & Mehlspeisen, Joghurt und Bonbons haben auf dem Speiseplan nichts verloren. Erwähnt wurden auch schon die Milchprodukte. Viele Tiere vertragen keine Milchprodukte, diese Laktoseunverträglichkeit ist hier weitaus weiter verbreitet als beim Menschen.